mission statement

das werkraum theater besteht seit 1995.

das werkraum studio seit 2008: actorslab, produktionsstätte, seminarraum und
veranstaltungsort.

keine trennung zwischen kunst und leben. (jerzy grotowski)

das werkraum theater ist freiraum und gegenpol zur allgemeinen tendenz der
verwirtschaftlichung von kunst. eine mögliche antwort auf die schleichenden
programmatischen institutionalisierungsbemühungen.

actorslab, forschungslabor und uraufführungstheater. sowohl individualistisch
gesellschaftskritisches autorentheater als auch prozessorientierte ensemble- und theaterarbeit.

nachhaltiger umgang mit ressourcen. der faktor zeit als wichtige voraussetzung für
künstlerisches schaffen in einer sich selbst überschlagenden welt. kein ausverkauf von kunst.

ästhetik. unkonventionelle darstellungsformen, ein spezifikum des werkraum theaters.
inhaltliche und stilistisch grenzüberschreitende anleihen bei mime corporel, commedia dell’ arte, martial art, yoga, zen, japanischem no und epischem theater. der schau-spielerische gestus als kontrast zum bürgerlichen sprechtheater und ausdruck eines politisch-ästhetischen konzeptes. axiom: form ist inhalt und inhalt ist immer auch form.

grenzgänge zwischen mimus und sprache. reduktion, verdichtung und abstraktion als allgemeine essentielle formgebende gestaltungsrichtlinien.

werkraum theater = formensprache.
trotz unzureichender finanzieller mittel hohe ästhetische bemühungen um bühne und ausstattung. der versuch mit den mitteln des armen theaters sich selbst zu überwinden.

stücke - autorenarbeit. kritisch assoziatives bühnenspiel zur sichtbarmachung gesellschaftspolitischer missstände, zum beispiel: mediasokles und die götter sind tot – es leben die götter, eine auseinandersetzung mit dem tyrannenmord bzw. politischer amoralität in anlehnung an sophokles, ein antiker krimi. das schlamassl - eine hausgemeinheit, charakterkomödie oder auch kantinenstück im schauspielermilieu mit stilistischen referenzen zur commedia dell´ arte und moliere, ein spiel um die un-möglichkeit von zivilcourage und solidarität. faust 2 version 1.0, vom kopf auf die füße gestellt, zen oder die kunst goethen gerecht zu werden, modernes sprechtheater mit multimedialen formaten. der rassist, auf´s maul g´schaut, ein stimmungsbericht. gegenwartsstück und situationsbericht zum thema zuwanderung auf der basis von jahrelanger intensiver gemeinwesen- und bezirksarbeit. shiki do – heimatlos, ein no-spiel, theatraler grenzgang zwischen ost und west, ein ich will nach hause, und wo bitte soll das sein? choreographisches sprechtheater, ein transkultureller beitrag zur
globalisierten welt.

die basis unserer theaterpraxis ist das trainings- und ausbildungssystem zenkido, entwickelt von franz blauensteiner, ausgehend von seiner jahrzehntelangen berufserfahrung als stuntman, schauspieler, choreograph und regisseur.

<<